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Fischen im In oder Ausland ?





Viele Karpfenanglern, bringen große Karpfen in Verbindung mit dem Ausland. In Erster Linie wird oft gleich an Frankreich oder Italien gedacht, aber was ist eigentlich mit Deutschland? Gibt es vielleicht in Unserem Land, zu wenig oder sogar keine wirklich lohnenswerte Gewässer?
Vielleicht macht man es sich auch zu einfach, denn einige sehr große Fische werden auch bei uns jedes Jahr von bekannten Anglern gefangen. Und diese Angler machen auch nichts anders als wir. Sie haben aber oft den Vorteil, und der nennt sich Zeit. Diese Besagten, sitzen dann einfach mal für 1 bis 2 oder sogar mehrere Wochen auch an Deutschen Gewässern, und machen es allen vor. Sie sind keine Karpfengötter in grün! Sie haben auch keinen Wunderknödel.

Im Vergleich sitzen viele von uns nur am Wochenende am Wasser, was auch nicht immer ideal ist. Denn gerade an diesen Tagen ist meist das größte Specktakel am Wasser, und das Fischen wird oft durch zu viel Unruhe stark beeinträchtigt. Das müsste spätestens jetzt jedem auffallen, wenn man mal darüber nachdenkt.
Plant ein Angler sein Urlaub, vielleicht als Beispiel in Frankreich, so treten immer einige Probleme auf wie z.b:
Ein neues unbekanntes Gewässer soll befischt werden, stellt sich die Frage: Wo bekomme ich die Scheine, wo darf gefischt werden, wo sind die Nachtangelzonen, darf ich ein Boot benutzen, und es gibt noch viele andere Fragen die man am besten vorab klärt. Denn ist man schon am Ort, und versucht dort noch alles zu klären. So bemerkt jeder schnell, dass es dort, wenn man die Landessprache nicht spricht, sehr schwierig wird. Die ältere Generation versteht nur ganz selten eine andere Sprache, auch mit Englisch kommt man nicht weiter.
Vielleicht sollte auch betont werden, dass dort auch kein 30 iger einfach so in den Kescher schwimmt. Sicherlich ist die Chance auf einen Großen mit Abstand besser als in unseren Gewässern, aber für mich ist ein in Deutschland gefangener 20 iger mehr wert als ein 30 iger im Ausland.
Dazu sollte nicht vergessen werden, dass es im Norden wirklich nur wenige sehr große Fische gibt. Aber diese sind auch mit etwas Zeitaufwand zu fangen.
Plant Ihr mal eine längere Sitzung, an einem Gewässer in Eurer Nähe, so kann schon vieles im Vorfeld geklärt werden. Vielleicht habt ihr sogar vorher die Zeit, dieses Gewässer schon zu beobachten, und Eure Angelplätze mit Futter zu versorgen. Beobachtet Ihr das Gewässer einige Zeit, so bekommt ihr ein genaueres Bild über den Angeldruck. Vielleicht trefft Ihr auch andere Angler, die einige Informationen über den Bestand preisgeben.

Entscheidet euch nicht für einen Platz, der sehr einfach zu erreichen ist. Da solche Stellen oft auch von anderen Anglern befischt werden. Diese stark befischten Plätze sind sicherlich keine Magneten für Großkarpfen. Diese Vorbereitungen sind natürlich im Ausland nicht möglich, aber durch so einen Aufwand kann jeder auch bei uns seinen Top Fisch fangen. Ihr werdet euch wundern wie ruhig es unterhalb der Woche an den Gewässern ist, so das ihr den Urlaub auch in Deutschland richtig genießen könnt.
Aber auch was ein in heutiger Zeit nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass ein Urlaub in Deutschland meist günstiger als im Ausland ist. Es fängt mit den Spritkosten an, weiter geht es mit dem Angelscheinen. In Frankreich sind oft nur Jahreskarten zu bekommen, die ca. 100 Euro und mehr kosten. In Deutschland hingegen sind Tages oder Wochenkarten oder sogar Monatskarten kein Problem, und sind oft um ein vieles günstiger.
Schaut man sich mal die Deutschlandkarte an, so kann schnell ein vielleicht geeignetes Gewässer gefunden werden. Und wenn jemand mal über ein bestimmtes Gewässer Infos braucht, so bieten oft verschieden Internetseiten genügend brauchbares Material an. Gebt einfach den Namen des Gewässers oder den Vereinsnahmen bei Google ein, schon trefft ihr auf jede Menge Tips. Oft haben sogar die Vereine eine eigene Homepage.
Ich selber bin im Moment der Meinung, es gibt in unserem Land so viele Gewässer, die sehr viel zu bieten haben, so das keiner unbedingt ins Ausland reisen müsste. Auch hier zu Lande gibt es sogar Traumfische, aus den Medien kommen immer wieder Meldungen, die dieses bestätigen. Es braucht ja nicht gleich ein 40 iger oder sogar 50 iger zu sein. Obwohl so ein Fisch, mittlerweile kein besonderes Aufsehen mehr erregt. Das war vor einigen Jahren ganz anders. Man bemerkt das die deutschen Fische immer schwerer werden, und immer mehr Hunter ihnen nachstellen.

Ich selber habe dieses Jahr meinen Urlaub nach Frankreich nicht antreten können, dafür entschied ich mich an einem heimischen Gewässern zu fischen. Ich fischte in mehreren Etappen, mal 3 oder 4 Tage an einem Stück. Die Wahl des Gewässers hatte ich schon einige Wochen vorher getroffen, somit war auch die Platzwahl nach einigen besuchen am Gewässer kein Problem mehr. Vor mir standen 2 Wochen Urlaub, in denen ich 10 Nächte fischen wollte. Da ich ja alleine auf mich angewiesen war, nahm ich immer nach einigen Tagen eine Auszeit, um mal die Körperpflege nicht zu vernachlässigen. Außerdem konnte ich so wieder neue Energie tanken, und mir Gedanken machen ob ich vielleicht eine andere Strategie nötig wäre. Aber da ich in jeder Nacht einige Fische fangen konnte, blieb ich bei meiner Taktik. Als das Ende des Urlaubs in greifbarer Nähe war, konnte ich mit meinen Ergebnis schon zufrieden sein. Ich konnte viele schöne Fische auf die Matte locken, leider war bei diesem Trip kein außergewöhnlicher großer dabei. Aber ich war richtig entspannt, und dafür ist der Urlaub doch dar.
Gelegentlich kamen Bekannte vorbei, um einen Kaffee zu trinken, und dabei einige Fotos von den Fischen zu machen. Hier noch mal ein ganz großes Dankeschön an Christian. Ich kann jedem nur empfehlen, macht mal Urlaub an Heimischen Gewässern. Denn so hat jeder die Chance den richtig großen in seinen Heimatgewässern auf Matte zu locken.

Euer Thomas Streekmann